Update Corona – Notmaßnahme NOW zur Lohnunterstützung in NL bis 1. Juli 2021 verlängert

Update Corona – Notmaßnahme NOW zur Lohnunterstützung in NL bis 1. Juli 2021 verlängert

Das verlängerte Lohnsubventionspaket NOW 3 setzt die maximale Lohnsubvention herab. Die Lohnsubvention orientiert sich weiterhin am Umsatzrückgang. Bei betriebsbedingten Kündigungen fällt keine Strafzahlung mehr an.  

Die NOW-Notmaßnahme richtet sich an Arbeitgeber, die aufgrund des Coronavirus mit erheblichen Umsatzverlusten konfrontiert sind. Diese Arbeitgeber können beim Sozialversicherungsträger UWV einen Beitrag zu den Lohnkosten beantragen und dafür einen Vorschuss erhalten. Die Lohnsubvention ist also anders strukturiert als die deutsche Kurzarbeitsregelung. 

Die Lohnsubventionsmaßnahme, die zum 1. April 2020 eingeführt wurde (NOW 1), wurde erstmals am 01. Juni 2020 verlängert (als NOW 2 bezeichnet). Die Maßnahme wird nun erneut und zwar bis zum 1. Juli 2021 verlängert (als NOW 3 bezeichnet). 

Ausgangspunkt für diese Lohnsubvention bleibt ein nachzuweisender Umsatzrückgang. Für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 1. Januar 2021 ist dies ein Umsatzverlust von mindestens 20 Prozent. Danach wird diese Voraussetzung auf 30 Prozent erhöht. 

Auch wenn NOW 1 oder 2 nicht beantragt wurde, kann der Arbeitgeber NOW 3 nutzen.

Drei Zeiträume der NOW 3


NOW 3 ist in drei Phasen eingeteilt:

  • NOW 3.1 vom 1. Oktober 2020 bis 1. Januar 2021
  • NOW 3.2 vom 1. Januar bis 1. April 2021
  • NOW 3.3 vom 1. April bis 1. Juli 2021

 
Für jeden Zeitraum kann der Arbeitgeber entscheiden, ob er einen Antrag stellen möchte.

Die Lohnunterstützung NOW 3.1 für die Monate Oktober, November und Dezember 2020 kann zwischen dem 16. November und dem 13. Dezember 2020 beantragt werden.

Herabsetzung der subventionierten Lohnsumme


Anders als bei NOW 1 und NOW 2 fällt die Lohnsubvention unter NOW 3 geringer aus. Bei einem Umsatzverlust von 100% erhält der Arbeitgeber ab dem 1. Oktober 2020 einen Zuschuss von 80 Prozent der Lohnkosten, ab dem 1. Januar 2021 70 Prozent und ab dem 1. April 2021 nur noch 60 Prozent. Ist der Umsatzverlust geringer als 100 %, fällt die Lohnsubvention entsprechend geringer aus.

 Der Rückgang um 10 Prozent ab dem 1. Oktober 2020 (die Vergütung beträgt jetzt 90 Prozent) wird in einen Topf für Schulungen und Programme von Arbeit zu Arbeit für Mitarbeiter fließen. Die zu berücksichtigenden Lohnkosten bleiben bis zum 1. April 2021 auf zweimal den Lohn bis zur Beitragsbemessungsgrenze beschränkt, somit maximal 9.538 Euro brutto pro Monat. Danach sinkt dieses Maximum auf die Beitragsbemessungsgrenze.

Keine Strafzahlungen mehr bei betriebsbedingten Kündigungen


Es wird in NOW 3 mehr Flexibilität für Arbeitgeber geben, um ihr Unternehmen wegen der wirtschaftlichen schwierigen Lage neu zu organisieren. In NOW 3 gibt es keine Konsequenzen mehr für die Höhe des Zuschusses, wenn ein Arbeitgeber betriebsbedingt Entlassungen durchführen will. In NOW 1 und 2 gab es für betriebsbedingte Entlassungen während des Subventionszeitraums Strafrückzahlungen. Der Abschluss von Verträgen zur Aufhebung von Arbeitsverhältnissen war bereits ausgenommen.

Fragen?


Wenn Sie Fragen haben oder Hilfe zu diesem Thema oder zu anderen arbeitsrechtlichen Themen brauchen, nehmen Sie Kontakt auf mit Marije van der Tol.